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FÖJ / Praktika

Alfsee statt Thailand

Biologische Station erklärt Seminargruppe Biodiversität am Alfsee

Beim FÖJ-Seminar der Region Osnabrück fand eine vogelkundliche Exkursion zum Alfsee statt.

Alfhausen. Lena kommt ursprünglich aus Süddeutschland, Marleen aus Georgsmarienhütte. Beide stehen heute auf dem zugigen Deich des Alfsees und halten Ausschau nach den sogenannten „Wintergästen“. Gerade haben sie gelernt, was das bedeutet. „Das sind die Vögel, die aus dem Norden zu uns kommen und am Alfsee die Wintermonate verbringen“, hatte ihnen Jürgen Christiansen von der Biologischen Station Haseniederung gerade im Rahmen des FÖJ-Seminars für die Region Osnabrück erklärt. „Für sie sind wir der Süden“, erklärte er schmunzelnd.

Eigentlich wollten die beiden nach dem Abi erst einmal reisen. Thailand oder Australien hätten sie sich gut vorstellen können. Aber dann kam Corona und die beiden, die nach der Schule unbedingt von zuhause ausziehen wollten, um endlich auf eigenen Beinen zu stehen, suchten sich eine FÖJ-Stelle – mit Unterkunft! Lena fand eine Stelle im Schullandheim Barkhausen und Marleen am Bildungszentrum Kuhlhof Bippen. Sie sind heute zwei der insgesamt dreizehn Teilnehmerinnen des FÖJ-Seminars, die sich in der Jugendherberge Alfhausen treffen. Ihr Thema: Artenvielfalt und Biodiversität.

Blässhühner wie bestellt
Vor dem Seminar konnten sich die beiden jungen Frauen „eigentlich nichts richtiges“ darunter vorstellen. „In der Schule stand das nur ganz kurz und theoretisch auf dem Lehrplan“, sind sich die beiden einig. Bei der vogelkundlichen Exkursion am Alfsee wird es für die beiden nun anschaulicher. Geschäftsführer der Bio-Station, Jürgen Christiansen, erklärt, dass es über 100 verschiedene Arten am Alfsee gäbe. „Darunter sogar einige von internationaler Bedeutung, wie die Löffelente.“ Deshalb sei es auch ein europäisches Vogelschutzgebiet. Insgesamt könne man bis zu 20.000 Individuen im Jahr zählen. „Zurzeit sieht man vieleBlässhühner auf dem See“, erzählt der passionierte Ornithologe. Da der See zurzeit stark verkrautet sei, fänden sie in den Pflanzen viele Kleintiere als Nahrung.

FÖJ-Kräfte bereichern Team
Danach geht es noch in das alte Backhaus der Biologischen Station. Dort warten schon die beiden FÖJ-Kräfte der Station, Vivien und Merle. Sie haben Tee vorbereitet und den Ofen angemacht, an diesem ungemütlichen Novembertag. Ihre Aufgaben sind zum Teil praktischer Natur im Stationsgarten, sie leiten Kinder-Umweltgruppen und unterstützen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. „Es ist eine schöne Bereicherung für unser Team,“ freut sich Christiansen, der immer gerne sein Wissen an die nächste Generation weitergibt und schon lange FÖJ- Kräfte beschäftigt. „Einige Ehemalige sind inzwischen Mitglied bei uns im Verein geworden und packen bei besonderen Anlässen, wie beim Aufbauen der Krötenzäune noch mit an“, berichtet er.

Lena und Marleen sind zwar nicht in Thailand oder Australien gelandet, aber beide sehr froh, über ihr FÖJ! „Vielleicht verschieben wir das Reisen auf nächstes Jahr, mal schauen,“ so die beiden jungen Frauen.

Bildunterschriften:
1) Marleen und Lena an der Biologischen Station statt in Thailand
2) Die FÖJ‘ lerinnen schauen nach den vorbeiziehenden Blässgänsen am Himmel.

FÖJ-Info
Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Freiwilligendienst als Bildungs- und Orientierungsjahr für Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren. Es dauert in der Regel 12 Monate. Ab Januar sind wieder Bewerbungen für den FÖJ-Start im August oder September 2022 möglich. Interessierte können sich unter https://www.nna.niedersachsen.de/startseite/foj/ informieren.

FÖJ –

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Die Biologische Station Haseniederung e. V. bietet zwei Plätze für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) an. Das FÖJ gibt SchulabsolventInnen mit oder ohne Abschluss die Möglichkeit, Berufe im Bereich Natur- und Umweltschutz kennenzulernen. Nähere Informationen dazu bei der Alfred Töpfer Akademie (www.nna.niedersachsen.de/foej/).

Derzeit unterstützen das Team Lena Levien und Jannik Jona Schwegmann im FÖJ.

FÖJ 2021

Praktikum

StudentInnen der Landschaftsökologie, Biologie oder verwandter Fachbereiche können an der Biologische Station Haseniederung e. V.  ein Praktikum absolvieren und erhalten Einblicke in den Berufsalltag der Station. Dazu zählen floristische und faunistische Erhebungen, die Beteiligung an aktuellen Projekten der Station sowie die Mitarbeit im praktischen Naturschutz und der Umweltbildung. Darüber hinaus übernehmen sie meist eigene kleine Projekte.

Auch SchülerpraktikantInnen haben die Möglichkeit, unseren Arbeitsalltag mitzuerleben.

 

Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten

Auch Bachelor- und MasterstudentInnen werden von der Biologische Station Haseniederung e. V.  betreut. Die Station kann Themen für z. B. freilandökologische Arbeiten oder Öffentlichkeitsarbeit vorschlagen, gibt Ratschläge zur Geländearbeit und unterstützt bei der Auswertung der Daten bzw. der Erstellung ihrer Arbeit. Hierzu steht eine Fachbibliothek zur Verfügung.

 

Kontakt:

Jürgen Christiansen, Biologische Station Haseniederung e. V.

Tel. 0 54 64 / 50 90

info@haseniederung.de

 

 

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