Schleiereule

Nisthilfen

Sie möchten in Ihrem Garten oder an Ihrem Haus Nisthilfen für einheimische Vögel anbringen, Insektenhotels aufstellen oder Fledermaushöhlen anbringen? Wir haben verschiedene Bauanleitungen für Sie bereit gestellt:

Bauanleitung Höhlenbrüter-Kasten

Welcher Vogel bevorzugt welche Einfluglochgröße?

TierartGröße des Einfluglochs
Blaumeise
Hauenmeise
Sumpfmeise
Weidenmeise
Tannenmeise
Durchmesser
26 bis 28 mm
Kohlmeise
Kleiber
Durchmesser 32 mm
Feldsperling
Haussperling
Trauerschnäpper
Durchmesser 35 mm
Star Durchmesser 45 mm
Gartenrotschwanzoval, Höhe 48 mm, Breite 32 mm

Bauanleitung Halbhöhen

Welcher Vogel bewohnt den Halbhöhlenkasten?

Tierart 
Bachstelze
Grauschnäpper
Hausrotschwanz
Rotkehlchen
Zaunkönig

Bauanleitungen für Nisthilfen für

 

Baumläufer

Sperling

Sperling

Mauersegler: Gut zu wissen

Schleiereule

Sperling

Turmfalke

Dohle

Mehlschwalbe

Sperling

Star

Waldkauz

Insektenhotel  Gut zu wissen

Sperling

Fledermauskasten

Sperling

Igelhaus

Für einige Vogelarten bietet die Biologische Station auch fertig vorbereitete Nisthilfen an, welche lediglich noch zusammengebaut werden müssen. Diese sind gegen ein geringes Entgelt bei der Biologische Station Haseniederung e. V. käuflich zu erwerben.

Nistkästen selber bauen – gut zu wissen

(von der Seite des NABU)

Materialien

  • Verwenden Sie 20 Millimeter dicke, ungehobelte Bretter. Am haltbarsten ist Eichen-, Robinien- oder Lärchenholz. Auch die einfach erhältlichen Kiefern- oder Fichtenbretter sind akzeptabel, Buchenholz dagegen im Außenbereich eher unbeständig. Sperrholz oder Spanplatten sind nicht witterungsbeständig und daher ungeeignet.
  • Es hat durchaus Vorteile beim Bau auf Nägel zu verzichten und auf Schrauben zurückzugreifen. Denn das erspart zusätzliches Verleimen und ergibt stabilere und haltbarere Kästen.
  • Bohren Sie vier etwa fünf Millimeter breite Löcher zur Belüftung und Entfeuchtung in den Boden.
  • Verzichten Sie auf Holzschutzmittel, um die Gesundheit der Tiere nicht zu gefährden. Zum Schutz vor Feuchtigkeit und Pilzbefall können Sie die Außenwände mit Leinöl oder umweltfreundlichen Farben streichen.
  • Man kann versuchen, das Dach mit Bitumpappe vor der Witterung zu schützen, doch zeigt sich häufig, dass der Kasten trotzdem feucht wird und die Pappe ein schnelles Austrocknen sogar behindern kann. Daher kann man auf Pappe durchaus auch verzichten.

Wohnraum und Maße

  • Der Boden des Nistkastens muss mindestens zwölf mal zwölf Zentimeter Fläche bieten.
  • Damit Katzen und Marder nicht mit der Tatze an die Brut gelangen, sollte sich die Lochunterkante bei einem Höhlenbrüterkasten mindestens 17 Zentimeter über dem Kastenboden befinden.
  • Demselben Zweck dient der Überstand des Daches über dem Flugloch. Je größer der Überstand, desto geringer die Chance, dass Prädatoren von oben in das Flugloch hineingreifen können.
  • Auf eine Ansitzstange unter dem Flugloch sollte verzichtet werden. Auch sie würde den Zugang für Prädatoren erleichtern.

 

Anbringen von Nistkästen

  • Hängen Sie Nistkästen in zwei bis drei Meter Höhe auf (sofern in der Bauanleitung nicht anders beschrieben).
  • Das Einflugloch sollte weder zur Wetterseite (Westen) zeigen, noch sollte der Kasten längere Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein (Süden). Eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten ist deshalb ideal.
  • Zur Befestigung an Bäumen eignen sich rostfreie Alu-Nägel oder Schrauben, alternativ feste Drahtbügel, die den Baum nicht schädigen.
  • Damit kein Regen eindringen kann, sollte ein Nistkasten niemals nach hinten, eher nach vorne überhängen.
  • Nisthilfen gleicher Bau- und Zielvogelart sollten in Abständen von mindestens zehn Metern aufgehängt werden (Ausnahme: Koloniebrüter wie Sperlinge, Stare und Schwalben). So ist gewährleistet, dass die brütenden Tiere auch genügend Nahrung für sich und ihren Nachwuchs finden.
  • Bringen Sie Nisthilfen am besten im Herbst an, damit Vögel, Kleinsäuger und Insekten sie zum Schlafen und Überwintern nutzen können.
  • Zum Anbringen einer Halbhöhle eignen sich geschützte, für Katzen und Marder möglichst unzugängliche Orte an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäuschen.

 

Reinigung

  • Nistkästen sollten nach der Brutsaison gereinigt werden, um neuen Platz zu schaffen und die Belastung durch Flöhe, Milben oder Lausfliegen zu reduzieren. Die Reinigung sollte im Spätsommer oder erst wieder Ende Februar vorgenommen werden. Wenn dann nicht ausgeschlossen werden kann, dass zum Beispiel Siebenschläfer oder andere Tiere noch im Nistkasten überwintern oder Vögel bereits mit der neuen Brutsaison begonnen haben, sollte man die Reinigung besser für ein Jahr bis zum nächsten Spätsommer aussetzen.
  • Tragen Sie besser Handschuhe und nehmen Sie das Nistmaterial nicht in die Wohnung, da Vogelflöhe und anderes Getier auf den Menschen überspringen kann.
  • Es genügt, das alte Nest zu entfernen und den Kasten bei stärkerer Verschmutzung auszubürsten. Verzichten Sie auf Insektensprays oder chemische Reinigungsmittel.
  • Kontrollen während der Brutzeit sollten Sie vermeiden, um die Brut und Aufzucht der Jungvögel nicht zu stören.

Nistkästen Mauersegler – gut zu wissen

(von der Seite des NABU)

  • Halten Sie frei zugängliche, geschützte Winkel, Höhlen und Nischen am Gebäude für Mauersegler offen.
  • Bringen Sie Nistkästen für Mauersegler an Ihrem Haus an. Im Handel gibt es verschiedene Nistkästen zu kaufen. Wenn Sie gerne selber basteln, finden Sie hier eine Bauanleitung für eine Mauerseglerwohnung.
  • Planen Sie einen Neubau oder eine Haussanierung? Eine frühzeitige Beratung durch Experten hilft, Nistmöglichkeiten für Mauersegler, aber auch für Fledermäuse oder andere Tiere schon im Vorfeld der Baumaßnahmen mit einzuplanen.
  • Verwenden Sie bei Gebäudesanierungen keine giftigen Holzschutzmittel oder Ähnliches. Die tierischen Untermieter nehmen die Gifte bei Berührung über die Haut auf.
  • Pflanzen Sie einheimische Sträucher und Blumen in Ihrem Garten. Sie bieten genug Nahrung für Insekten, ohne die Mauersegler und Gartenvögel an Nahrungsmangel leiden.

Insektenhotel – gut zu wissen

(von der Seite des NABU)

Standort
Damit man ab Februar oder März nicht vergeblich auf Bewohner für das Isektenhotel warten muss, sollte der Standort richtig gewählt werden. Zwar benötigt es nicht viel Platz, sodass schon ein kleiner Balkon ausreicht, die künftigen Bewohner sollten in der Nähe dennoch Nahrung finden können. Ein großer Anteil an heimischen Blütenpflanzen und Zierpflanzen ist ein wichtiger Aspekt. Je vielfältiger die Umgebung, desto vielfältiger die Hotelgäste! Die Nisthilfe muss ebenfalls an einem sonnigen Platz aufgehangen oder aufgestellt werden, wo sie zugleich vor Regen und Wind geschützt ist. Auch von unten darf keine Feuchtigkeit eindringen. Deswegen sollte das Hotel nicht dirket auf dem Boden stehen.

Pflanzenstängel

Foto: Helge May

Für Nisthilfen aus hohlen Pflanzenstängeln eignen sich am besten Bambusstäbe oder Schilfhalme. Diese werden dann von den Insekten zur Eiablage benutzt. Die Stängel sollten auf eine Länge von zehn bis 15 Zentimeter gekürzt werden.

Der Durchmesser hingegen kann unterschiedlich ausfallen. Damit die Insekten die Stängel auch annehmen, muss das eine Ende entweder mit einem Stängelknoten oder alternativ auch mit Bio-Watte verschlossen werden.

 

Steine

Foto: Margarete Ratzel

Keine gute Idee: Loch- und Hohlziegel sind immer wieder zu sehen, sind aber als Nisthilfen ungeeignet.

Ziegel können als Nisthilfe sehr praktisch sein, da sie Wärme gut speichern können und nachts an die Brut abgeben.

Lochziegel werden bei einem Insektenhotel aber nur dann angenommen, wenn die Löcher mit Stücken von Bambusstäben und Schilfhalmen gefüllt sind. Bei Dachziegeln kann man dagegen passende Löcher von zwei bis zehn Millimeter hineinbohren. Die Löcher sollten aber einen Abstand von zwei Zentimeter haben. Dann können die Ziegel übereinander gestapelt oder als Dachabdeckung benutzt werden.

Lehm oder Ton

Foto: Helge May

Gerade viele Wespen- und Bienenarten benutzen Löss, Lehm oder Ton um ihre Nester zu bauen. Auch beim Insektenhotel kann man Lehm versetzt mit Wasser in einen Kasten füllen und entstandene Risse nachträglich mit Lehm verschließen.

Während die Masse aushärtet, ein Zentimeter tiefe und fünf bis acht Millimeter breite Kuhlen hineinbohren. Der Abstand der Löcher sollte aber zehn Zentimeter betragen, da viele Arten noch eigenständig Seitenzellen anlegen.

Holz

Foto: Helge May

Das Holz für die Nisthilfe sollte gut abgelagertes Hartholz von Buchen, Eichen oder Obstbäumen sein. Dies kann zum Beispiel in Form von Baumscheiben oder Astabschnitte vorliegen. Bei Baumscheiben ist es aber besser, das Holz in Faserrichtung aufzuschneiden und quer dazu zu bohren. Das Holz muss unbehandelt sein, darf nicht aus Pressspan hergestellt oder kesseldruckimprägniert sein! Auch Nadelhölzer sind für Insektenhäuser ungeeignet, da sich die Holzfasern nach dem Bohren aufstellen.

Es muss dick genug sein, um fünf bis zwölf Zentimeter tiefe Löcher hinein zu bohren. Die Größe der Löcher kann von zwei bis zehn Millimeter variieren, um die Hotelgäste von März bis Oktober zu halten. Zwischen den Löchern sollte aber mindestens zwei Zentimeter Abstand sein, damit keine Risse entstehen. Hinter den Löchern muss zwei bis fünf Zentimeter ungebohrtes Holz übrigbleiben. Nach dem Bohren ist es außerdem ratsam, die gebohrten Eingänge zu glätten und den Holzstaub aus den Löchern zu klopfen.

Pflege?

Ein Insektenhotel zu pflegen ist dann kein großer Aufwand mehr. Da die Tiere das ganze Jahr über beschäftigt sind, würde sie das wahrscheinlich nur stören. Ab und zu ein kontrollierender Blick ist ausreichend. Sollten jedoch insektenfressende Vögel auftauchen, kann man ein Hasendraht im Abstand von ein Zentimeter vor dem Insektenhotel schützend anbringen. Ebenfalls ideal ist eine Wasserstelle wie eine Vogeltränke oder ein Regenwasserfass. Damit die Tiere im Notfall auch wieder aus dem Wasser hinaussteigen können, bietet sich eine Schwimmhilfe zum Beispiel in Form eines Korkens an.

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